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Baubeschreibung zu meiner Corsair F4U-1A, Aircombat-Maßstab 1:12

Ich habe bei meinen neueren Teilesätzen versucht, das Bauen sehr einfach zu halten. Da beim Aircombat schon mal ein Modell Luftkontakt haben kann, möchte ich einfach und schnell die Modelle nachbauen können. Das begründet auch meine, wie ich denke, kostengünstigen Teilesätze. Trotzdem kann man mit geringem Aufwand natürlich aus diesem Teilesatz ein Semi-Scale-Modell, sogar mit Einziehfahrwerk und ähnlichen Späßen erstellen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Im Teilesatz sind folgende Teile enthalten:
5 Flächenteile mit Winkelschnitten
2 Rumpfteile (Front und Heck)
1 Sperrholzbrett mit den Frästeilen (für V- und E-Version verwendbar)
1 tiefgezogene Kabinenhaube

Benötigt wird zum Bau noch:
für die Leitwerke: entweder Doppelstegplatte für AC-Einsatz oder Balsa für Spaß-/Scalefliegerei
für Flächen und Rumpf: Gitterband, Vliesband (QR) (beides Baumarkt>Fliesenabteilung)
und Packpapier zum Bespannen, PU-Kleber (zB Fermazell), Weißleim
und das anerkannte je 1/3-Gemisch aus Holzleim, Parkettlack (Wasserbasis) und Wasser

Wichtige Downloads als PDF (Acrobat Reader erforderlich, sollte aber jeder haben ;-) )
1. Zeichnung von Höhen-, Seitenleitwerk und Randbogen
2. 3-Seiten-Ansicht und Messblatt für Aircombat

Die baulichen Unterschiede zwischen V- und E-Version beschränken sich auf Änderungen im Hauptbrett und die Verwendung des Brandspantes bzw der E-Motor-Halterungen.


 
Aus dem Sperrholz alle Frästeile heraustrennen und etwas verschleifen.

Das Hauptbrett für die Einbauten doppeln, mit Weißleim kleben. Dabei gehört das schmalere Brett unter das breite!
Die Nut im vorderen Rumpfteil ist die Mittelinie, auf der dann mittig die Motorwelle steht. Andersherum verklebt würde der Motor 3mm zu hoch stehen ;-)
Die Motorausfräsung hat 2° Rechtszug.
Der Sturz ist mit 2° in Flächenauflage, HLW-Auflage ebenfalls schon in den Rumpf eingerechnet. Da muß man beim Bauen also nicht drüber nachdenken ;-)
Den Holm ebenfalls mit Weißleim doppeln und kreuzweise schäften.

Wenn man hier
1. die Verklebung mit Weißleim
2. eine vernünftige Pressung
beachtet, erhält man einen leichten und flexiblen Holm, der den Belastungen auch standhält.
Für die Verbrenner-Version den Brandspant einkleben und den Ausschnitt für den Tank vergrössern. (Tankgröße 150-200ml)
Um den Brandspant evtl. noch anzupassen (schleifen), das Brett testweise von hinten in das vordere Rumpfteil schieben.
Der Tankausschnitt sollte nach hinten so groß sein, das man bei eingeklebten Brett den Tank ein- und ausbauen kann.
Für die Elektro-Version den Motorausschnitt verbreitern (Maße im Bild).
So entsteht ein 46mm breiter Raum, in dem auch ein stärkerer Motor Platz findet.

Seitlich werden die Knotenbrettchen eingeklebt, wie man auf den folgenden Bildern sieht.
Dabei unbedingt auf den Seitenzug achten! Die Knotenbrettchen sind unterschiedlich lang!
Rechts gehört das kürzere hin.
Hier liegt ein auf 4s aufgedickter Saehan-Lipo 3,2Ah auf dem Brett.
Dieser hat die Maße L 155mm, B 45mm, H 33mm (incl. Klettband).
Die Höhe bis zu 35mm passt ohne Änderungen. Wer dickere Akkus fliegen will, schneidet das Hauptbrett in der Akkugrösse aus und baut eine tiefergelegte Akkuauflage.
Man kann die Akkuauflage bis zu max. 14mm absenken. Durch das Weglassen des Brandspantes ist eine gute Luftzirkulation zur Motor- und Akkukühlung gewährleistet.
Die Hauptbretter sind hier mit den Höhenruderservos und bei der V-Version schon mit den Gasservos und -anlenkungen und den Befestigungsbohrungen für den V-Motor vorbereitet. Man muß sich nicht hinterher im engen Rumpf die Finger verbiegen ;-)

Bei der V-Version sollte man den Motor und Tankraum jetzt noch spritfest lackieren.
Das Hauptbrett mit PU-Kleber bündig mit dem Rumpfkopf in die Nut einkleben.
Bei der V-Version auch den Brandspant und bei der E-Version die Knotenbrettchen verkleben.

Den Schlitz oben im Rumpf ebenfalls mit PU-Leim schliessen.

Um den Rumpf während der Aushärtezeit einige Gummis spannen.
Wenn das ausgehärtet ist, kann man das Heckteil ankleben.
Dabei auf geraden, winkligen Sitz achten und auch während des Aushärtens fixieren.
Bei den Tragflächen beginne ich mit den 3 mittleren Teilstücken.

Das mittlere Teil etwas beschweren und die seitlichen möglichst genau im Profilverlauf mit PU ankleben.
Diese Klebeflächen haben einen Winkel von 11° angeschnitten! Seitlich etwas andrücken. Ich benutze dazu alte Festplatten.
Hier sind die Flächen vorbereitet:
die Randbögen in Form gebracht und verschliffen
und die Flächen unter dem Randbogen abgeschrägt.

Ich schleife auch die Styroteile mit 120er kurz über, um die vom Schneiden glasierte Oberfläche aufzureissen. Dann kann beim Bespannen der Kleber besser eindringen.
Beim Verkleben der äusseren Flächenteile diese im Abstand von ~18cm vom unteren Knick mit 2cm unterlegen.
Diese Klebeflächen haben Winkel von 14°.

Genau im Profilverlauf ankleben, sonst drohen krumme Flächen!
Alles nur leicht beschweren.
>> Zur Kontrolle den Holm davorlegen.
Ein Lötpistole mit Kupfer-Formdraht ist nicht nur für den Holmausschnitt sehr nützlich.

In diesem Arbeitsgang können auch die Servoausschnitte und evtl. Verstärkungen für ein Fahrwerk vorbereitet werden.

Ohne Fahrwerk sollte man die Servos und Anlenkungen oben in die Fläche einbauen. Das schont bei der Landung die Servogetriebe ;-)
Da die originale Flächenform der Corsair unten verrundet ist, wollen wir nicht vergessen, die Fläche ebenfalls im unteren Knick zu beschleifen.
Ich finde, daß der scharfe Knick, wie er bei manchen Modellen zu finden ist, abgrundtief häßlich aussieht.
Eine Armierung mit Gitterband zur Verstärkung an der Nasenleiste.
Im Knick von oben reicht ein 25mm breiter Streifen zur Verrundung.

Tipp: Da das Gitterband recht steif ist, hilft hier Sprühkleber, das Zeug an Ort und Stelle zu halten.
Da ohne Fahrwerk auf dem unteren Knick gelandet wird, dürfen hier ruhig 2 - 3 Streifen Gitterband die Fläche schützen.
So ungefähr sollte das dann aussehen.
   
   
   
   
   

 



 

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