BL-Motore

Ich wickle seit ungefähr 2004 die meisten meiner BL-Motore selber. Einstiegsgrund in die Wickelei und Bauerei war seinerzeit der einserseits recht gesunde Preis der BL-Motore und, nicht zuletzt, die Anpassungsfähigkeit von Eigenbauten/-wicklungen an die Erfordernisse.
Grosse Hilfen waren damals die RCL-Beiträge über den Schnurzz von Holger Lambertus, über den KissCatz und bis heute die Seite www.powercroco.de (vormals powerditto.de). An der letztgenannten Seite kommt eigentlich kein BL-Motoren-Bauer vorbei und auch Modellflieger, die verstanden haben, daß der Schub vom Propeller kommt und nicht vom Motor, werden dort sicher beste Anregungen zur Antriebsabstimmung finden.

Weil ich, was die Dreherei angeht, recht faul geworden bin, nehme ich heute grösstenteils gekaufte Standard-Motoren und schaue mal, was an Wirkungsgrad so geht. Und nach (nicht nur) meinen Erfahrungen geht meist eine ganze Menge...

Ja, und genau das ist das Problem:
Was geht denn wirklich?
Bzw was kommt denn nun hinten auch raus?


In der Anfangszeit musste, wie heute noch bei vielen Fliegern auch, ein Amperemeter bis 10A reichen. Bald wurden aber die Motoren grösser und ab da habe ich mit einem Shunt gemessen. Auch eine Schubwaage, zunächst bis 500g, habe ich schon damals gebaut.
Letzter Stand ist ein Motorteststand mit Schubmessung und Drehmomentsensor.
Die Sensoren sind die im Bild sichtbaren Alu-Klötzchen mit DMS (Dehnungsmessstreifen), wie man sie einfach aus digitalen Waagen ausbauen kann. Diese Messfühler können jeweils bis 10kg messen, die Elektronik wertet aber leider nur bis 7kg aus.
(genauer gucken? > Bild anklicken ;-) )

Da sich aus der mit einem Logger aufgezeichneten Drehzahl und dem Drehmoment die Abgabeleistung der Motoren an der Welle ausrechnen lässt, bin ich einer objektiven Aussage über die Leistungsfähigkeit meiner Motoren ein ganzes Stück näher gekommen.

Wirklich überraschend waren die Ergebnisse der ersten Messungen mit dem Teststand nicht:
Nicht in jeder Luftschraube, auf der 9"x6" draufsteht, ist auch 9"x6" drin! Das kann man sehr deutlich sowohl an den Schubwerten, als auch an den Drehzahlen und dem erzielten eta sehen. IMHO ist so ein Teststand zur Antriebsabstimmung absolut nützlich! (Es sei denn, man mag sich gerne auf die Werbeaussagen bei Kaufmotoren verlassen -haha........)
Die ersten beiden Angaben "Schub g" (Schub in Gramm) und "Waage kp" (Drehmoment) sind Ablesewerte. Die Spalten mit "Log" sind vom Logger aufgezeichnet.
Aus den beiden hellgrünen Feldern errechnet sich "Pout Watt", die Abgabeleistung des Motors an der Welle.
Aus "Log A" und "Log V" errechnet sich "Pin Watt", die aus der Stromquelle bezogene Energie.


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